MoorFutures - Unser Angebot für Ihr freiwilliges Klimaschutz-Engagement

Seit dem Mai 2012 gibt es ein neues Element im Angebot der Flächenagentur - Klimaschutz-Zertifikate zur Kompensation von CO2-Emissionen in Form von "MoorFutures". Das Konzept und die Marke wurden in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt, Brandenburg ist am 30.05.2012 durch Unterzeichnung einer Ländervereinbarung durch die Umweltminister beider Länder das zweite "MoorFutures"-Land der Bundesrepublik

An wen wendet sich das Angebot?

MoorFutures sind ein Angebot an alle Privatpersonen, Firmen oder Organisationen, die CO2-Emissionen freiwillig durch regionale Klimaschutz-Projekte kompensieren wollen.

Beispiele:

  • Sie machen Urlaub in Brandenburg (oder an einem anderen Ziel) und wollen die Wirkung der dadurch verursachten Treibhausgase - v.a. durch die Reise mit dem Auto - ausgleichen.
  • Sie suchen eine Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb Ihrer Firma klimaneutral zu machen.
  • Sie wollen eine klimaneutrale Veranstaltung (Messe, Kongress, kulturelles Ereignis) durchführen.

MoorFutures sind freiwillig - sie haben nichts mit dem Emissionshandel im Rahmen des Kyoto-Protokolls und der ihm nachfolgenden Vereinbarungen zu tun. Daher ist der erzielte Effekt immer zusätzlich und Sie können sicher sein, dass die von Ihnen finanzierte Kompensation nicht benutzt werden kann, um die Verpflichtungen Dritter zu ersetzen.

Wie funktioniert es?

MoorFutures basieren auf einer wissenschaftlichen Methode, die maßgeblich von der Universität Greifswald entwickelt wurde. Das Prinzip ist einfach: In unserer Landschaft sind die meisten Moorböden durch menschliche Einflüsse zu trocken. Dadurch zerfallen sie ("Mineralisierung") - ein Prozess, der große Mengen Kohlenstoff freisetzt.

Werden die Böden wieder mit mehr Wasser versorgt, wird dieser Zerfallsprozess und damit die Emission gestoppt bzw. stark reduziert MoorFutures sind also echte Vermeidungsmaßnahmen. Die langfristige Bindung von neuem Kohlenstoff durch Moorwachstum ("Senkenfunktion") gibt es sozusagen gratis dazu - in der Methode wird sie nicht mitberechnet.

 

Mit dem Erwerb von MoorFutures kaufen Sie einen kleinen Anteil eines ganz bestimmten Projektes zur Wiederherstellung eines Moores. Ein MoorFuture entspricht einer Tonne vermiedener CO2-Emission. Jedes Zerfikat ist einem bestimmten Projekt zugeordnet.

Was kostet es?

MoorFutures beruhen auf individuellen Projekten - Sie wissen bei jedem Zertifikat, wo es herkommt. Daher gibt es auch keinen Einheitspreis, da die Vermeidungskosten in verschiedenen Projekten auch unterschiedlich hoch ausfallen.

Das erste MoorFutures Projekt der Flächenagentur ist die Wiedervernässung der Rehwiese am Fließgraben bei Freinenhagen (Stadt Liebenwalde, Kreis Oberhavel). Dort kostet ein MoorFuture 67 € (netto).

 

Projektbeschreibung "Rehwiese" (Link)

Steckbrief MoorFutures-Projekt "Rehwiese / Fließgraben
MoorFutures_Steckbrief_Rehwiese.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]

Qualitätssicherung und Kontrolle

Die Qualität der MoorFutures wird auf drei Wegen abgesichert:

  1. Der MoorFutures-Standard ist die Grundlage unserer Arbeit. Sie können ihn hier herunterladen.
  2. Jedes Projekt wird extern validiert, d.h. die Berechnung der möglichen Emissionseinsparung wird in allen Teilen nachgeprüft (Bestandaufnahme, Projektplanung, Zukunftsprognose etc.). Diese Validierung wird in Brandenburg durch die Arbeitsgemeinschaft Moorschutz unter der Leitung Frau Prof. Dr. Vera Luthardt an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) vorgenommen.
    Link zur Arbeitsgemeinschaft Moorschutz an der HNEE
  3. Alle verkauften MoorFutures werden registriert, in Brandenburg durch das Umweltministerium (MLUL).

Weitere Informationen und Kontakt

Wir informieren Sie gerne ausführlich, Kontakmöglichkeiten finden Sie auf dieser Webseite.

 

MoorFutures haben eine eigene Webseite mit detaillierten Informationen zu allen Aspekten und Vorstellung aller Projekte: www.moorfutures.de