Neuigkeiten aus der Flächenagentur und ihren Projekten

Die Natur bekommt offenen Boden zurück: Abrissmaßnahmen in Briest

29.03.2019

Ob Einfamilienhaus oder Straßenbau - bei den meisten Bauprojekten wird vormals offener, natürlicher Boden mit Asphalt oder Beton versiegelt. Auf der Seite der Kompensation gelingt es demgegenüber noch relativ selten, versiegelten Boden der Natur wieder zu öffnen. Zu teuer, zu kompliziert, verwickelte Eigentumsverhältnisse - Ruinen und nicht mehr benötigte überbaute Flächen halten sich mitunter hartnäckiger als allseits gewünscht.

Um so erfreuter sind wir, dass es uns in Briest derzeit gelingt, Abrissmaßnahmen durchzuführen und dort noch vorhandene ökologische wie ästhetische Belastungen zu beseitigen.

Über die Kooperation mit dem Eigentümer und das ganze Projekt berichtet die "Märkische Allgemeine Zeitung". Hier geht es zum aktuellen Bericht  der MAZ:

"Kalter Krieg im Wald – Jetzt wird abgerissen"

 

Im Märzen der Bauer....Aussaat auf einer neuen Poolfläche bei Glienicke

Noch steckt die Frischwiese im Papiersack: Das Saatgut für die Frischwiese vor der Aussaat

29.03.2019

Neues Grünland und breite Blühstreifen - im Flächenpool Scharmützelsee wollen wir auf einer knapp 8 ha großen bisherigen Ackerfläche einen Schritt hin zu mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft machen.

 

Dazu gehört auch die Wahl und fachgerechte Ausbringung von geeignetem Saatgut. Die Firma nagolaRe hat in unserem Auftrag Saatgut-Mischungen für eine Frischwiese und breite Blühstreifen zusammengestellt. Nun war es vor Ort bei Glienicke so weit: Die Ansaat der neuen Poolflächen erfolgte.

Die Drillmaschine verteilt die Samen auf dem vorbereiteten Boden

Unser landwirtschaftlicher Partner vor Ort ist die Agrar GbR Herzberg. An einem zunächst recht trüben Morgen im März ging es zunächst um Technik: Wie ist die Drillmaschine einzustellen, um die Samen möglichst gut auszustreuen? Gerade die lichtkeimenden Ackerwildkräuter dürfen nicht zu tief in den Boden, wenn sie sich gegen Gräser durchsetzen sollen.

Nach einiger Tüftelei waren Landwirt und Biologen sich einig: So kann es funktionieren.

Nun hoffen wir auf eine blütenreiche Bestätigung der gemeinsamen Anstrengungen.

(Fotos: Martin Szaramowicz)

Wasser und neuer Raum für den Röthpfuhl

Der Röthpfuhl nach Beendigung der Renaturierung im Januar 2019 (Foto oben: Dr. Henriette Jülke)

08.01.2019

Der Röthpfuhl bei Sonnewalde im Landkreis Elbe-Elster war stark eutroph und von nithrophilen Staudenfluren bedeckt. Die geringe Wasserfläche war im Sommer 2018 ganz versiegt. Die anhaltende Trockenheit hat andererseits optimale Bedingungen für die Entschlammung des Teiches geboten. So konnte mit wenig Schaden viel erreicht werden.

Um den Wasserhaushalt im Teich zu stabilisieren wurde die Dachentwässerung nahegelegener Hallen angeschlossen. Das angrenzende Grünland wird zukünftig extensiv genutzt. Ergänzend zu den vorhandenen Gehölzen (v.a. Grauweiden) wurde zum Schluss eine flächige Strauchpflanzung  mit gebietsheimischen Gehölzen angelegt.

 

Fotos unten: Birgit Groth

Elsterwiesen- und Saarschleife fertiggestellt

Januar 2019

 

Im September 2018 meldeten wir die Baurbeiten zu weiteren Fluss-Schleifen an der Kleinen Elster. Nun sind die Elsterwiesenschleife (links) und die Saarschleife (unten) pünktlich zum Jahreswechsel fertiggestellt.

Wieder neue Dynamik für das Gewässer und Zugewinne für die Biodiversität: Die Kleine Elster fließt auf einem guten Weg.

(Fotos: Birgit Groth)

An der Kleinen Elster ist die zehnte Flussschleife im Bau

19.09.2018

Die Kleine Elster erhält bis zum Jahresende zwei weitere Flussschleifen. Genannt werden sie Elsterwiesenschleife und Saarschleife nach lokalen Flurnamen. Sie liegen in den Gemarkungen Prestewitz und Thalberg im Unterlauf des Flusses nahe Bad Liebenwerda. Baufirma ist die MELI Bau GmbH aus Herzberg, die Bauleitung erfolgt durch die vor Ort ansässige WTU GmbH.

 

Link zum Bericht der Lausitzer Rundschau über das Projekt

Der neue Mäander entsteht (alle Fotos: Birgit Groth)

Havelland: Der Flächenpool Nauener Platte wird in Berge und Ribbeck erweitert

23.05.2018

Im Frühjahr wurden in Ribbeck Gehölzpflanzungen umgesetzt. In Kooperation mit dem Agrarbetrieb Havellandhof Ribbeck, der Stadt Nauen und privaten Flächeneigentümern entstand eine Obstbaumallee südlich von Ribbeck. Die Allee setzt sich aus 91 Obstbaumhochstämmen und 1.700 m² Gehölzpflanzungen zusammen. Es wurden wie in allen unseren Projekten alte historische Obstsorten gepflanzt, die aus der Baumschule Nauen stammen.

 

Ein zweiter Bauabschnitt wurde in Berge in Zusammenarbeit mit dem Jugendhof Brandenburg e.V. realisiert. Der Jugendhof setzt bereits seit mehreren Jahren kontinuierlich Naturschutzmaßnahmen mit verschiedenen Partnern auf den eigenen Flächen um. Noch offen blieb bis vor kurzem ein Abschnitt in der Berger Rinne. In der Vergangenheit umgesetzte Heckenpflanzungen am Rande der Rinne endeten etwa 300 m vor dem Radweg an der B5. Im Frühjahr wurde jetzt die Lücke geschlossen. Auf insgesamt 4.000 m² wurden gebietsheimische Gehölze eingesetzt. Dem Standort entsprechend von trockenliebenden Arten im Übergang zu den Ackerstandorten der Nachbarflächen wie auch Weidenarten, Schneeball und Pfaffenhütchen in den feuchten Senken.    

 

Die Maßnahmen wurden vorgezogen umgesetzt und stehen zur Vermittlung an Vorhabensträger bereit.

 

Fotos: Andreas Zurell

Großkontrollen am Gräbendorfer See

07.08.17

Vom Gräbendorfer See gab es hier schon viel Positives zu berichten. Verbesserungsfähig ist dort teilweise noch das Verhalten der Besucherinnen und Besucher des Sees, insbesondere bei der Einhaltung der bestehenden Verbote.

Damit sich die Mehrheit der Besucher und nicht zuletzt die gefiederten Bewohner des Sees und seiner Ufer dort weiter wohlfühlen, werden dort aktuell verstärkt Kontrollen durch die zuständigen Behörden durchgeführt. Die aktuelle Meldung dazu verlinken wir hier und wünschen uns für die Zukunft ein gedeihliches Miteinander am Gräbendorfer See.

Mitteilung des Landkreises Spree-Neiße zu den Kontrollen vom 02.08.17

Artikel in der "Lausitzer Rundschau" zum Zeckeriner Dorfteich

04.07.2017

 

Im Januar berichteten wir von den Bauarbeiten am Zeckeriner Dorfteich. Jetzt ist alles fertig und die Lausitzer Rundschau berichtet über den Teich und die Resonanz der Maßnahme vor Ort:

Link zum Artikel der Lausitzer Rundschau vom 01.07.2017

Neues Laichgewässer wird bereits angenommen

23.05.2017

Erfreuliches Update zum Bericht vom 02.01.2017: Das neue Laichgewässer wird bereits von Kammmolchen,

Moor- und Teichfrosch angenommen.

Flächenpool Gräbendorfer See  - Im Frühjahr kommen die Möwen

04.05.2017

Die Ankunft der Möwen im Projektgebiet Gräbendorfer See wird jedes Jahr mit Spannung erwartet. Sobald die Möwen ihre Nester gebaut haben und das Brutgeschehen beginnt, wird es ernst. Gelege werden gezählt, Jungvögel beringt, Altvögel identifiziert und weitere Bewohner (insgesamt ca. 22 Vogelarten) der Insel erfasst.

Am 27.04. fand die jährliche Zählung der Gelege statt. Neben der Naturwacht halfen Ehrenamtliche des NABU e.V., des Vereins Gräbendorfer See e.V. und weitere Naturfreunde, die Nester und Eier zu zählen.

Die Gelegezahlen der Großmöwen stiegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Gleichzeitig wurden Steilwände für die Uferschwalben abgestochen - eine Maßnahme, die 2016 bereits begonnen wurde und großen Erfolg hatte.

Ein Ornithologenteam aus Brandenburg und Sachsen half an diesem Tag - wie in den Jahren zuvor - bei der Identifizierung der beringten Altvögel. Die Ergebnisse dieser Arbeit helfen dabei, die ökologische Dynamik in der Niederlausitzer Tagebaufolgelandschaft besser zu verstehen.

Neues aus dem MoorFutures-Projekt Rehwiese im Kurzfilm

27.03.2017

In diesem Frühjahr steht das Wasser im MoorFutures-Projektgebiet "Rehwiese" moorfreundlich hoch an. Ein guter Anlass, die Funktionsweise der Wasserhaltung in einem kurzen Film zu präsentieren:

Die Rehwiese im März 2017 from moorfutures-bb on Vimeo.

Die Luftaufnahmen auf dem Video sind mit unserer neuen Flugdrohne entstanden, hier noch eine Galerie eindrucksvoller Luftbilder vom gleichen Tag:

Neue Laichgewässer im Flächenpool Elbe-Löcknitz

02.01.2017

In der Gemarkung Eldenburg wurde nach Vorliegen der Baugenehmigung Mitte November zeitnah begonnen, zwei nebeneinander liegende Temporärgewässer als Fortpflanzungshabitat für Laubfrosch, Moorfrosch und Kammmolch sowie weitere Amphibienarten herzustellen.

 

Mit kleiner Technik und viel Sachverstand wurde eine geschwungene Uferlinie mit wechselnden Neigungen modelliert. Zusatzstrukturen wie Totholz und Kiesbänke bieten den Zielarten Deckung. Wir sind gespannt,  wer sich im neuen Jahr 2017 ansiedelt. Die Bauarbeiten sind kurz vor Weihnachten abgeschlossen worden.

 

Der Aueboden mit tonig-lehmigen Bestandteilen eignet sich gut zur Modellierung: so wurde mit dem Aushub eine Uferschwalben-Steilwand errichtet, von der auch ein ganz wunderbarer Rundblick über die Niederungslandschaft der Elbe möglich ist.

(Mit einer Fotodrohne aufgenommenes Luftbild: Peter Gruhn, andere Fotos: Birgit Groth)

 

 

Ein neues Ufer für den Zeckeriner Dorfteich

02.01.2017

 

Nach langer Vorbereitungszeit sind im letzten Quartal 2016 die Arbeiten zur Aufwertung des Dorfteiches von Zeckerin bei Sonnewalde angelaufen. Den Zeckerinern hatte ihr mit Betonplatten eingefasster Dorfteich nicht mehr gefallen und sie wandten sich an die Flächenagentur. Wir konnten glücklicherweise "Ja" zu diesem Maßnahmenvorschlag sagen: Es ließ sich bestätigen, dass mit einer Renaturierung eine Aufwertung für verschiedene Schutzgüter verbunden ist, so dass eine Finanzierung als Kompensationsmaßnahme möglich ist.

 

Bauarbeiten im Siedlungskern bedürfen besonderer Umsicht: Überall gibt es Leitungen, es besteht wenig Baufreiheit und Lagerplatz ist normalerweise knapp. Mit angepasster Technik und sorgfältiger Baudurchführung lassen sich diese Probleme aber lösen - über die Ergebnisse werden wir berichten.

 

Fotos: Birgit Groth