Neuigkeiten aus der Flächenagentur und ihren Projekten

Großkontrollen am Gräbendorfer See

07.08.17

Vom Gräbendorfer See gab es hier schon viel Positives zu berichten. Verbesserungsfähig ist dort teilweise noch das Verhalten der Besucherinnen und Besucher des Sees, insbesondere bei der Einhaltung der bestehenden Verbote.

Damit sich die Mehrheit der Besucher und nicht zuletzt die gefiederten Bewohner des Sees und seiner Ufer dort weiter wohlfühlen, werden dort aktuell verstärkt Kontrollen durch die zuständigen Behörden durchgeführt. Die aktuelle Meldung dazu verlinken wir hier und wünschen uns für die Zukunft ein gedeihliches Miteinander am Gräbendorfer See.

Mitteilung des Landkreises Spree-Neiße zu den Kontrollen vom 02.08.17

Artikel in der "Lausitzer Rundschau" zum Zeckeriner Dorfteich

04.07.2017

 

Im Januar berichteten wir von den Bauarbeiten am Zeckeriner Dorfteich. Jetzt ist alles fertig und die Lausitzer Rundschau berichtet über den Teich und die Resonanz der Maßnahme vor Ort:

Link zum Artikel der Lausitzer Rundschau vom 01.07.2017

Neues Laichgewässer wird bereits angenommen

23.05.2017

Erfreuliches Update zum Bericht vom 02.01.2017: Das neue Laichgewässer wird bereits von Kammmolchen,

Moor- und Teichfrosch angenommen.

Flächenpool Gräbendorfer See  - Im Frühjahr kommen die Möwen

04.05.2017

Die Ankunft der Möwen im Projektgebiet Gräbendorfer See wird jedes Jahr mit Spannung erwartet. Sobald die Möwen ihre Nester gebaut haben und das Brutgeschehen beginnt, wird es ernst. Gelege werden gezählt, Jungvögel beringt, Altvögel identifiziert und weitere Bewohner (insgesamt ca. 22 Vogelarten) der Insel erfasst.

Am 27.04. fand die jährliche Zählung der Gelege statt. Neben der Naturwacht halfen Ehrenamtliche des NABU e.V., des Vereins Gräbendorfer See e.V. und weitere Naturfreunde, die Nester und Eier zu zählen.

Die Gelegezahlen der Großmöwen stiegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Gleichzeitig wurden Steilwände für die Uferschwalben abgestochen - eine Maßnahme, die 2016 bereits begonnen wurde und großen Erfolg hatte.

Ein Ornithologenteam aus Brandenburg und Sachsen half an diesem Tag - wie in den Jahren zuvor - bei der Identifizierung der beringten Altvögel. Die Ergebnisse dieser Arbeit helfen dabei, die ökologische Dynamik in der Niederlausitzer Tagebaufolgelandschaft besser zu verstehen.

Neues aus dem MoorFutures-Projekt Rehwiese im Kurzfilm

27.03.2017

In diesem Frühjahr steht das Wasser im MoorFutures-Projektgebiet "Rehwiese" moorfreundlich hoch an. Ein guter Anlass, die Funktionsweise der Wasserhaltung in einem kurzen Film zu präsentieren:

Die Rehwiese im März 2017 from moorfutures-bb on Vimeo.

Die Luftaufnahmen auf dem Video sind mit unserer neuen Flugdrohne entstanden, hier noch eine Galerie eindrucksvoller Luftbilder vom gleichen Tag:

Neue Laichgewässer im Flächenpool Elbe-Löcknitz

02.01.2017

In der Gemarkung Eldenburg wurde nach Vorliegen der Baugenehmigung Mitte November zeitnah begonnen, zwei nebeneinander liegende Temporärgewässer als Fortpflanzungshabitat für Laubfrosch, Moorfrosch und Kammmolch sowie weitere Amphibienarten herzustellen.

 

Mit kleiner Technik und viel Sachverstand wurde eine geschwungene Uferlinie mit wechselnden Neigungen modelliert. Zusatzstrukturen wie Totholz und Kiesbänke bieten den Zielarten Deckung. Wir sind gespannt,  wer sich im neuen Jahr 2017 ansiedelt. Die Bauarbeiten sind kurz vor Weihnachten abgeschlossen worden.

 

Der Aueboden mit tonig-lehmigen Bestandteilen eignet sich gut zur Modellierung: so wurde mit dem Aushub eine Uferschwalben-Steilwand errichtet, von der auch ein ganz wunderbarer Rundblick über die Niederungslandschaft der Elbe möglich ist.

(Mit einer Fotodrohne aufgenommenes Luftbild: Peter Gruhn, andere Fotos: Birgit Groth)

 

 

Ein neues Ufer für den Zeckeriner Dorfteich

02.01.2017

 

Nach langer Vorbereitungszeit sind im letzten Quartal 2016 die Arbeiten zur Aufwertung des Dorfteiches von Zeckerin bei Sonnewalde angelaufen. Den Zeckerinern hatte ihr mit Betonplatten eingefasster Dorfteich nicht mehr gefallen und sie wandten sich an die Flächenagentur. Wir konnten glücklicherweise "Ja" zu diesem Maßnahmenvorschlag sagen: Es ließ sich bestätigen, dass mit einer Renaturierung eine Aufwertung für verschiedene Schutzgüter verbunden ist, so dass eine Finanzierung als Kompensationsmaßnahme möglich ist.

 

Bauarbeiten im Siedlungskern bedürfen besonderer Umsicht: Überall gibt es Leitungen, es besteht wenig Baufreiheit und Lagerplatz ist normalerweise knapp. Mit angepasster Technik und sorgfältiger Baudurchführung lassen sich diese Probleme aber lösen - über die Ergebnisse werden wir berichten.

 

Fotos: Birgit Groth

Großtrappen und Rotbauchunken: Neue Bewohner in den Flächenpools an der Mittleren Havel

29.06.2016

 

Langfristig für Flächenpools verantwortlich zu sein, bringt Höhen und Tiefen mit sich. Unsere Partner in den Regionen informieren uns, wenn der Wasserstand nicht mehr stimmt, der Weidezaun beschädigt ist oder die Wiese dringend gemäht werden muss - dann ist schnelles Handeln gefragt. Manche Nachrichten aber lösen auch freudige Überraschung aus: Nachdem in den Krielower Wiesen jüngst der Einzug der Wasserbüffel im nördlichen Teil zu begrüßen war, haben weitere Bewohner den Weg dorthin gefunden und dieses Mal sind sie von ganz alleine gekommen: Die staatliche Vogelschutzwarte prüft derzeit die Sichtung von Großtrappen  in den Krielower Wiesen. Wenn sich die bisherigen Beobachtungen bestätigen, dann sind dort zwei Küken großgezogen worden.

Angesichts der Seltenheit und Bedeutung der Großtrappe wäre das eine naturschutzfachlich sehr positive Nachricht aus diesem Flächenpool.

 

Gleichzeitig erreicht uns die Beobachtung, dass es in den von uns angelegten Senken im zweiten Bauabschnittes des Pools Krielower Wiesen "blubbert". Das bedeutet: Diese neuen Lebensräume sind bereits durch Rotbauchunken besiedelt!

Milchpreis, Kühe und Landschaft - ein Beitrag aus Wittbrietzen

09.06.2016

Der Verfall des Milchpreises, der Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Landschaftsentwicklung - Themen, die uns und unsere Partner aus der Landwirtschaft interessieren. Wie bei allen komplexen Sachverhalten, gibt es dazu verschiedene Meinungen. Wichtig ist aber, dass sachlich argumentiert wird, dass die Zusammenhänge deutlich werden, die es zu berücksichtigen gilt.

In diesem Sinne hat uns ein Beitrag von Jürgen Frenzel, der mit seinem Betrieb in Wittbrietzen seit Jahren ein guter Partner der Flächenagentur ist, beeindruckt. Er ist unter dem unten stehenden Link herunterzuladen.

 

Der Betrieb lädt alle Interessierten am Samstag den 11. Juni um 10 Uhr und um 11 Uhr zu einem Feld- und einem Hofrundgang ein. Vor Ort in der Agrar-GbR Wittbrietzen, Buchholzer Str. 22., 14547 Beelitz kann dann weiter über dieses aktuell wichtige Thema diskutiert werden.

Wieviel Kühe braucht das Land?
Gefragt - geantwortet von Jürgen Frenzel, Agrar-GbR Wittbrietzen
Frenzel_Milchproduktion.pdf
PDF-Dokument [445.7 KB]

Wasser in der neuen Waldschleife

An der neunten Fluss-Schleife an der Kleinen Elster, der Waldschleife, geht es weiter voran: Der Fluss wird jetzt durch die Schleife gelenkt. Ein kleines Hochwasser im April hat für die gewünschten dynamischen Prozesse gesorgt und das Flussbett naturnah modelliert.

Die folgenden Fotos (Birgit Groth) zeigen das Flussbett ohne und mit Wasserdurchfluss

Krielower Wiesen: Die Wasserbüffel sind da

10.05.2016

 

Zehn Jahre nach Beginn der Pflegenutzung im Flächenpool Krielower Wiesen beginnt ein neuer Abschnitt: Im nördlichen Teil des Pools wird die Pflege von der Mahd mit Nutzungseinschränkungen auf eine Beweidung mit Wasserbüffeln umgestellt. Unser Partner dort, der Landwirtschaftsbetrieb Knape aus Krielow hat sich intensiv mit den Tieren und den Bedingungen ihrer Haltung beschäftigt und innerhalb eines Jahres den Weg von der Theorie bis in die Praxis zurückgelegt: Seit vergangener Woche tummeln sich zehn Wasserbüffel auf der Fläche und fühlen sich bislang sichtlich wohl.

Diese Art der Pflege verspricht auf den Poolflächen, die teilweise erheblich vernässt sind, Verbesserungen für alle Beteiligten: Naturschutzfachlich erhoffen wir uns ein Nutzungsmosaik verschieden beweideter Flächenmit eingestreuten feuchten Senken (Suhlen). Für den Betrieb nehmen die technischen Probleme auf den oft schwer befahrbaren Flächen ab. Allerdings ist der Betreuungsaudwand für die Tiere nicht zu unterschätzen. Wir freuen uns, mit so engagierten und kompetenten Partnern aus der Landwirtschaft zusammenarbeiten zu können.

Der Frühling in den Flächenpools...

Im Flächenpool Steinhöfel ist die Blüte der Strauchpflanzungen mittlerweile von der Landesstraße aus erkennbar

25.04.2016

 

Der Frühling kommt und in unsere Flächenpools kehren Leben und Aktivitäten zurück. In Steinhöfel sind die Gehölzpflanzungen mittlerweile aus dem Kleinkind-Stadium heraus - man sogar von der Straße über den großen Acker hinweg schon die hell blühenden Sträucher entdecken.

Auf der Fläche selber sind unsere Landschaftspfleger, die Schafe, unter der Obhut ihres Schäfers aktiv. Nachwuchs gibt es bereits und damit verbunden Freude, aber auch Sorgen: Zwei Lämmer wurden jüngst Opfer von Kolkraben....

Anderswo geht es etwas technischer zu: In Jüterbog haben die Bauarbeiten zur Renaturierung von Schloß- und Karpfenteich begonnen. Das Bild zeigt einen der ersten Schritte: Ein Bagger hebt die Grube aus, in die ein neuer, lichter Durchlass eingebaut wird.

Noch etwas weiter nach Westen: Bei Reesdorf in der Nähe von Beelitz wurde im vergangenen Winter eine neue Hecke mit integrierten Hochstämmen gepflanzt. Noch ist zwar von den Pflanzen nicht allzuviel zu sehen, aber der Kontrast der Pflanzung zur umgebenden weißen Spargelfolie zeigt schon, dass ein neues Landschaftselement hier an der richtigen Stelle entsteht.

(Fotos: M. Szaramowicz)

Informationen zur Waldschleife

24.03.2016

 

Kürzlich wurde auf unserer Webseite kurz auf den Start der Baurbeiten an der mittlerweile neunten Fluss-Schleife der Kleinen Elster hingewiesen.

Nun können Sie hier einen etwas ausführlicheren Text zum Projekt herunterladen.

Unterdessen schreiten die Bauarbeiten voran: Wie auf dem Foto zu sehen, ist das neue Gerinne schon profiliert - es fehlt nur noch der Anschluss an den Hauptstrom der Kleinen Elster.

Informationen zur Waldschleife - der neunten neuen Fluss-Schleife an der Kleinen Elster
In diesem Text können Sie mehr über die Hintergründe und die aktuelle Entwicklung der Fluss-Schleifen an der Kleinen Elster erfahren. Er erscheint auch im Newsletter der Naturwacht des Naturparks "Niederlausitzer Landrücken"
Waldschleife.pdf
PDF-Dokument [628.3 KB]

Bauarbeiten an der Elbe: Eistage genutzt

20.01.2016

Eis und Schnee gab es wenig im Winter 2015 / 2016. Einige wenige kalte Tage im Januar 2016 konnten im Flächenpool Elbe/Löcknitz für die Anlage von Amphibienteichen genutzt werden. Diese wurden im Qualmwasserbereich der Elbe nahe Lütkenwisch angelegt. "Qualmwasser" sind Wassermengen, die durch den sandigen Untergrund unter dem Deich hindurchgedrückt und dabei gefiltert werden. Das so zutage tretende, nährstoffarme Wasser tritt in Senken und Rinnen zutage und bildet Qualmwassertümpel. In diesem Falle wurde bei der Schaffung eines temporären Gewässers, v.a. für Amphibien, baulich "nachgeholfen".
 

Bau der Waldschleife an der Kleinen Elster hat begonnen

15.02.2016

 

An der Kleine Elster geht es immer weiter: Im Februar hat der Bau der mittlerweile neunten Fluss-Schleife begonnen - es ist die Waldschleife bei Schadewitz.

Fotos: Birgit Groth

Flächenpool Gräbendorfer See: Entwicklung halboffener Trockenlebensräume als Trittsteinbiotope

Februar 2016 
 
Direkt an der Kreisgrenze zwischen den beiden Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz im Naturraum „Niederlausitz“ liegt der Flächenpool „Gräbendorfer See“.
 
Im Februar begann die Umsetzung der Maßnahme „Wiederherstellung halboffener Trockenlebensräume“ am Ostufer des Sees. In Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde und der unteren Forstbehörde wurden sieben Teilflächen mit einer Gesamtgröße von 7,7 ha festgelegt, die durch die Firma Frischke Landschaftspflege GmbH und den ortsansässigen Landwirt gerodet werden konnten.
 
Die Offenlandinseln innerhalb der aufgewachsenen Kiefernwälder dienen als Lebensraum für die Zielarten Wiedehopf, Wendehals, Heidelerche, Brachpiper und Steinschmätzer.

Fotos: Andreas Zurell